Alle Menschen werden Brüder

Schöne Aktion des Mainzer Theaters!

Die Hymne an die Freude (Text: Friedrich Schiller / Musik:  Ludwig van Beethoven) ist sicher eines der bekanntesten Lieder deutscher Sprache. Als „Song of Joy“ war es in der Version des spanischen Sängers Miguel Ríos im Jahre 1970 sogar auf Platz 1 der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 15 Wochen lang war der Titel bei uns ganz vorne. Ähnlich erfolgreich ist nun die Fassung des Mainzer Staatstheaters.

Schon im Mai letzten Jahres haben das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Mainz, der Domchor und das Collegium Musicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit 65 Orchestermusikern und 160 Sängern auf dem Wochenmarkt die großen und kleinen Marktbesucher mit Beethovens „Ode an die Freude“ überrascht und begeistert. „Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt“. (Ein neunköpfiges, rein ehrenamtliches Team von OK:TV Mainz hatte den Flashmob im Mai 2014 gefilmt.)

Nun wurde das weltbekannte Werk, das wie kaum ein anderes für unsere westlichen Werte und Kultur steht, einem ängstlichen, kleingeistigen Publikum,  welches sich vor dem Theater unter dem Namen AfD ( Angst für Deutschland ?) versammelte, um sich gemeinsam ihrer Angst vor dem „Untergang des Abendlandes“ zu versichern, als Ermutigung kostenlos dargeboten, und die Polizei schreitet ein!?

Was für ein Theater! Markus Müller, Intendant des Mainzer Staatstheaters, erklärte dann auch noch mit bemerkenswerter Gelassenheit der Tagesschau-Frau die Zusammenhänge. Chapeau!

Tagesschau

 

Michael Zachcial
Über Michael Zachcial 6 Artikel
Geboren 1963 und aufgewachsen in Duisburg-Hamborn zwischen Stahlwerk und Fördertürmen. Liedermacher, Liedersammler, eigener Verlag. Eigene Lieder und Chansons seit Ende der 70er Jahre. Gründet 1988 "Die Grenzgänger" (mehrfach Preis der deutschen Schallplattenkritik), seit 1993 eigene Kinderlieder in dem Duo Zaches & Zinnober. Seit Anfang der achtiger Jahre gab es neben unzähligen Konzerten in ganz Deutschland auch Gastspiele in Norwegen, Schweden, Irland, Österreich, Italien und der Tschechischen Republik – unter anderem für das Goethe – Institut und die Bundeszentrale für Politische Bildung.

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