Manfred Maurenbrecher: Rotes Tuch

Manfred Maurenbrecher: Rotes Tuch
Manfred Maurenbrecher: Rotes Tuch

15 Stücke und fast eine Stunde Spielzeit sind das Ergebnis eines längeren Prozesses. Zwar wurden die Lieder allesamt erst 2014 aufgenommen, entstanden sind einige jedoch schon 1988, wie das titelgebende Lied »Rotes Tuch«. Abermals beschreibt und pointiert Maurenbrecher seine Beobachtungen von aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen.

Die Ukraine-Krise (»Kiewer Runde«), das Anprangern von prekären Arbeitsverhältnissen (»Wer Hat, Der Kriegt!«) oder sogar kritische Blicke in die Zukunft (»Elegie & Zeitreise«) sind einige der Themen. Wieder einmal ist es dem »Che Guevara vom Breitenbachplatz« (Der Tagesspiegel in Anspielung auf das Coverbild) gelungen ein, Meisterwerk abzuliefern, welches nachhaltig beeinflussen und beeindrucken wird!

„Nie war Manfred Maurenbrecher auf seinen bislang satt zwanzig Alben eine geräuschvolle Natur – eher widerborstig piano sein probater Sprechgesang. Stets deutlich vernehmbar indes die episch wuchernden Texte dieses Zeitdiagnostikers – auch auf dem heißblütigen Fünfzehn-Lieder-Opus „Rotes Tuch“. Mit fünfundsechzig ist er nun in perfekter Balance als Toro und Torero in der Ukraine-Arena, aber auch als knarzender Suburbia-Chronist wie aufräumender Staubsauger-Freak unterwegs. Charakteristisch für den Humanisten das finale „Zeitfenster“-Lied, geduckt zwar, aber: „Ich will bei dir sein – ist mein zeitloser Vorschlag.“ Nicht nur hierbei webt die dreiköpfige Band ihrem Edelmann am Klavier nuancierte Klangräume zu hochwertigem rotem Tuch. Und der Ulkrefrain „Rolle rolle rolle“ aus dem gleichnamigen Album-Intro könnte ein gescheiterer Evergreen werden als „Da da da“.“

Für die Jury vom Preis der deutschen Schallplattenkritik : Jochen Arlt

Reptiphon 06690 (Broken Silence),
Digipack-CD mit 32-seitigem Booklet (inkl. tollem Vorwort des Künstlers).

Manfred Maurenbrecher: Rotes Tuch

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