Aufgenommen sowohl im Betonhohlkörper der Köln-Deutzer Brücke als auch im Studio ist "Gestern war es" sicher einer der ungewöhnlichsten Chansonplatten, die ich in den letzten Jahren in den CD-Spieler geschoben habe. Das ist auf jeden Fall eines: nämlich authentisch, und das ist schon nicht wenig in unserer heutigen Phrasenzeit. Auch wenn da um Liebe geweint wird - das käme kitschig wenn es ein Schlager wäre, aber Peryton bringt auch solche Sätze glaubwürdig über die Lippen.
Was wir hören, ist rauher Großstadt-Chanson, mit Gitarre, einer bezaubernden Violine (Sabine Scheffel), gespielt mit der Haltung von Straßenmusikern, das klingt noch besser aus der "Deutzer Brücke" als aus dem Studio, aber auch der Kontrast macht die Stärke dieser CD aus, die man entweder mögen wird oder aber ablehnt
Ich wünsche mir mehr Chanson-Platten aus diesem Geist!