Matter

Mani Matter

Mani Matter
Mani Matter

Geb. am 4. August 1936 Herzogenbuchsee (CH), gest. 24. Nov. 1972 (tragischen Unfall auf der Hinfahrt zu einem Konzert). Seine Kindheit verbrachte er in Bern mit seiner holländischen Mutter, seinem schweizer Vater und seiner Schwester. Die ersten Chansons entstanden bereits in der Gymnasialzeit: „Dr Rägewurm“(zur Melodie G. Brassens „Ballade des dames du temps jardis“). Er studierte zuerst Germanistik, später dann Jura und erwarb einen Doktortitel. An der University of Cambridge verbrachte er mit seiner Frau und seinen 3 Kindern (1967/68) einige Zeit um seine Habilitationsschrift zu beenden. An der Uni Bern war er Oberassistent (Lehrbeauftragter für Staats- und Verwaltungsrecht).

Mani Matter gehört mit seinen berndeutschen Liedern zu den wichtigsten Liedermacher der Schweiz. Sein musikalisches Vorbild war das Französische Chanson und das Volkslied. Zu seinen später entstandenen Liedern arbeitete er mit Stimmungen z.B. Molltonarten. Die Texte sind tiefgründig, präzise und kritisch. Sie handeln vom Alltäglichen und hinterfragen gleichzeitig philosophisch bis absurd, z.B. im „Bim Coiffeur bini gsässe“, “I han es Zündhölzli azündt“. Dem Rat seines Freundes Emil Steigenberger ist es zu verdanken, dass Matter 1971 erstmals mit einem Soloprogramm, zusammen mit fünf Liedermachern, den „Berner Troubadours“ auf Tour geht.

Der Begriff Berner Chanson wurde von Matter stark geprägt. Er revolutionierte die Mundartpoesie in seinen Werken auf seine unverkennbare Weise und einem genialen sprachlichen Handwerk. Matter komponierte neue Volkslieder und diese gehören fest zum populären Schweizer Liedgut der deutschsprachigen Schweiz. Er beeinflusst bis in die heutige Zeit mit seinen ausdrucksstarken Texten Liedermacher, Popkünstler und Schriftsteller unterschiedlicher Mundarten und Musikstile, wie Dodo Hug, Aernschd Born, Polo Hofer, Stephan Eicher, Züri West um nur einige Künstler zu nennen. Er lebt im Lande, wie kaum ein anderer Künstler mit seiner charakteristischen Persönlichkeit und seinen klugen und poetischen Liedern in der Schweizer Kultur.

Diese kurze Beschreibung soll eine Anregung sein, mehr über diesen herausragenden Menschen und Künstler zu erfahren. Eines meiner Lieblingschansons ist „Warum syt dir so truurig?“

Barbara Preusler
Über Barbara Preusler 1 Artikel
Geb. 11.12.1951 in Dresden. Seit früher Jugend in Berlin zu Hause. Als Model tätig gewesen. Musiker und Liedermacher beraten und gemanagt. Aktiv in der Liederbewegung tätig. Grossveranstaltungen organisiert, realisiert und moderiert z. Bsp. „Lieder und Mode“. Für verschiedene Medien redaktionell gearbeitet. Lebt seit 2003 in Basel. Eröffnete und führte von 2007 bis 2011 zusammen mit Aernschd Born das Songtheater „Kulturpavillon“ mit Eigenfinanzierung. Seit 2014 sind diese Räume eine Dokumentationsstelle für eine Atomfreie Schweiz und dokumentiert den einfallsreichen Widerstand gegen Atomkraftwerke. Sie arbeitete als Produzentin und Organisatorin von Veranstaltungen, Galas, Messen und in Kleintheatern. Vorzugsweise Lied/Song, Literatur und Fashionshows. Erarbeitete Workshops und Schulungen für den persönlichen Auftritt auf und neben der Bühne mit dem Projekt „Charisma“. Mitarbeit „Festival des politischen Liedes“ Berlin, „Literaturfest Berlin“, Internationale Modegalas u.a. im Kulturpalast Schwedt, Modeball im Staatstheater Schwedt, Moderegie für die Modejournale „Sybille“ mit journalistischer Tätigkeit, Regie und Gestaltung an diversen Musikproduktionen (Dienstleistung für Fernsehen und Radio in D), Produktionsbegleitung mehrerer CD- Produktionen. Buch und Dramaturgie der Fernsehserie „Drumms“ (Songs und Musik, Liedbegleitung Gitarre), Begleitung und Betreuung beim Musik Award Berlin, „Born trifft….“ in Basel, „Chanson Surprise“, Internet-Song-Contest, Grossveranstaltung „Lieder gegen die Kälte“,  Zusammenarbeit mit „Troubatour de Bâle“, „LiteraturZoll“ (2009), „Hip Hop, Rap & Text“ , GrenzgängerSlam, „BuchBasel 2009/10/11“(Organisation/Dramaturgie/Durchführung), Regieassistentin und Trainerin Körpersprache beim Theater für sehbeschädigte Menschen, Regieassistentin Vorfasnachtveranstaltung 2011/12/13/14/15, diverse Events im Kulturpavillon. Mitbegründerin der LiederLobby und 5 Jahre im Vorstand, Gründerin und Organisatorin der „Chansonade“ an der Kleinkunstbörse in Thun, Diverse Liedveranstaltungen. Mitglied beim RFV Basel und Jurymitglied der LIEDERBESTENLISTE. Sie versteht sich als Vernetzerin und setzt sich speziell für die künstlerische Vielfalt und Mundartkunst ein. Sie ist gespannt auf weiteres Lied- und Songgut. Die Vorliebe ist das Lied/Song mit gesellschaftlicher Aussage, Politsong – musikalische Stilmittel können dabei sehr vielseitig sein.

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